Jana Slaby & Florian Oellers

 

Solid to the Touch (So It Must Be Real)

09. Dezember 2017 - 20. Jänner 2018

Zusammenspiel

Perspektive

Vergangenheit und Gegenwart

Zeitgenössische Fotografie

Große Prints

Hände, die sich loslassen

Materialität

Und auch Bilder, die sehr kalt sind

 

//

Wir fahren durch die Alpen, Berge türmen sich vor uns auf, spiegeln sich auf der Motorhaube. Die Kälte kommt näher - draußen wird es kühler, die Felsen werden schroffer. Die Gipfel sind mit Schnee bedeckt, doch kaum zu sehen. Ich möchte immer sehen können, auch wenn es dunkel ist. Konturen. Kälte. Woher kommt diese Kälte und wieso reden wir kaum? Wir halten uns fest und lassen los. Und dann stehen wir auf dem Parkplatz. Zwei Espressi. Die kleine Katze in der Jacke des Mannes fiept leise. Er lässt sie runter auf den Boden, sie läuft gegen eine Wand. Er hebt sie wieder auf. Leute machen Videos davon. Du stehst und rauchst, endlich wieder rauchen. Die Berge um uns herum ganz im Dunkel. Scheinwerferlicht erschweben da in der Höhe. Ich gehe weg von dir, gehe vor und zurück. Die Treppe hoch, die Treppe runter, im Kreis. Alles wirkt so unecht; dieses Schild da und die Katze und der ganze Süßkram. Und wir sind jetzt so weit oben, draußen liegt plötzlich Schnee. Keiner spricht, ich höre Musik: "And it goes back and forth. And back and forth, you know. And this is life man, it's changes"

 

//

 

Der Mensch versteht sich selbst nur im Erleben seiner selbst

Jana Slaby und Florian Oellers treten in Solid to the touch (so it must be real) in einen Dialog miteinander. Weich und hart vermischen sich, Materialen werden umgewandelt und bekommen neue Bedeutungen und eröffnen sich doch nicht wirklich. So erklärt sich Solid to the touch (so it must be real) eher als ein abstraktes Gefühl als eine konkrete Beschreibung.

Ein Gefühl von Ende und von Anfang vielleicht.

 

//

 

Jana Slaby (*1987, Berlin) lebt und arbeitet in Berlin und Leipzig. Sie studierte Kulturwissenschaften an der Europa - Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und Fotografie an der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin – Weissensee. Von 2014 bis Ende 2015 lebte sie in Helsinki und studierte dort an der Kuvataideakatemia / Finnish Academy of Fine Arts bei Caspar Stracke und Ulrika Ferm. Derzeit studiert sie in der Klasse von Prof. Heidi Specker an der HGB Leipzig. Ihre Arbeiten waren u.a. in Ausstellungen in der Halle 14 –Zentrum für zeitgenössische Kunst Leipzig, im D21 Kunstraum Leipzig, in der Galleria Fafa in Helsinki, im Interim am Kulturbahnhof Kassel, im Kunstraum Adler in Düsseldorf und der Kunsthalle Bozen (Sammlung Simonow) und im KASKL in Berlin zu sehen.

 

Florian Oellers (*1979) lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte an der Ostkreuzschule in Berlin zunächst bei Werner Mahler und Thomas Sandberg und machte dort 2010 seinen Abschluss bei Prof. Ute Mahler. Neben seiner Arbeit als künstlerischer Fotograf vertreibt sich Florian Oellers die Zeit am liebsten mit Radfahren,Wandern und Gitarre spielen.

Seine Arbeiten waren u.a. in Ausstellungen im C/OBerlin, in der Warte für Kunst in Kassel, im Revolver Oslo, in der Bistroteque London, im MiCamera Milano, im Civilist Project Space inBerlin, im Hotel Bogota in Berlin und in der Sammlung Simonow zu sehen.